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Jahreshauptversammlung 2020 der Feuerwehr Langen

Am vergangenen Freitagabend eröffnete Stadtbrandinspektor Frank Stöcker die diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Langen. Im Fokus des vergangenen Berichtsjahres standen vor allem die hohen Einsatzzahlen, das außergewöhnliche Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte aber auch die im Allgemeinen kontinuierliche steigende Belastung der Feuerwehr Langen.

Die Belastung der derzeit 113 Einsatzkräfte beschreibt man am ehesten mit den 941 Einsätzen und den zusätzlichen 105 Brandsicherheitsdiensten sowie acht Bereitschaftswachen, die meistens in der Stadthalle bzw. während Veranstaltungen abgehalten werden müssen. Bei den Einsätzen stechen vor allem die mehr als 400 Unwetterlagen heraus, welche die Feuerwehr Langen im vergangenen Jahr im Atem hielten. Alleine die Extremwetterlage im August führte zu einem mehrtägigen Dauereinsatz von Feuerwehr und anderen Behörden.

Der Jahresbericht macht allerdings auch deutlich, dass die Langener Einsatzkräfte auch jedwede andere Einsatzlagen zu meistern hatten. So mussten sie zu über 100 Brandeinsätzen ausrücken, wobei die Fehlalarme der Brandmeldeanlagen hier gar nicht eingerechnet werden. Neben der üblichen Anzahl von Keller- und Wohnungsbränden entstanden während der langen Hitzeperiode immer wieder auch Wald- und Flächenbrande größeren Ausmaßes. Brennende Gartenhütten mussten genauso bewältigt werden wie Kaminbrände.

Die Einsätze, bei denen die Feuerwehr Technische Hilfe leistet, sind gleichermaßen regelmäßig wie vielfältig. Das belegen beispielsweise die 38 Verkehrsunfälle oder 118 Einsätze zur Menschenrettung, wie Notfalltüröffnungen oder verschüttete Personen. Auch mussten mehrere Gefahrgut-Einsätze abgearbeitet werden, bei denen u.a. stark ätzende Stoffe ausliefen. Die Langener Feuerwehr rettete im Berichtsjahr somit insgesamt 312 Personen, davon waren 133 verletzt bzw. erkrankt. 13 Personen konnten nur noch tot geborgen werden.

Die Einsätze des Jahres 2019 zeigen auch, dass nicht nur die Anzahl über den Arbeitsaufwand entscheidet, sondern vielmehr die Komplexität der Lage eine wichtige Rolle beim Umfang der notwendigen Maßnahmen spielt. Im Wesentlichen betrifft das Flächenlagen, deren Ursachen zwar marginal erscheinen, die Auswirkungen allerdings weitreichend sind. Als Beispiel ist der Stromausfall mehrerer Stadtbereiche im Juli zu nennen. Ursächlich war hier eine Überbelastung einer Photovoltaik-Anlage, die in der Folge zu einem Brand in einem Transformator führte. Auch wenn hier eine schnelle und effektive Brandbekämpfung eingeleitet werden konnte, sind die oft weitreichenden Folgen des Stromausfalls nur in enger Zusammenarbeit mit anderen Stellen, wie in dem Fall mit den Stadtwerken, abzuarbeiten.

Solche Einsätze wie auch die Extremwetterereignisse zeigen, dass sich die Feuerwehr immer häufiger als Krisenmanager bzw. Kompetenzzentrum für außergewöhnliche Lagen beweisen muss. Damit wächst der Anspruch an die Einsatzkräfte von Jahr zu Jahr weiter. Zusammen mit den übrigen Einflüssen, wie der demografischen Entwicklung, einer deutlich wachsenden Stadt und dem allgemeinen Wandel im Ehrenamt, ist der zukunftsfähige Betrieb der Feuerwehr Langen eine echte Herausforderung. Das macht Stöcker mit Zahlen deutlich und rechnet vor, wieviel Zeit ehrenamtliche Einsatzkräfte im vergangenen Jahr für die Stadt aufgebracht haben. Beispielsweise kommt die 22 jährige Kathrin, die Bio-Technologie studiert, auf über 450 Stunden Einsatz- und Dienstbetrieb. Umgerechnet auf die reguläre Arbeitszeit sind das rund 12 Wochen bzw. 3 Monate – neben dem Studium. Der 32 jährige Matthias, Schichtleiter in der Chemie und u.a. ehrenamtlicher Zugführer der Feuerwehr Langen, kommt sogar auf 31 Arbeitswochen. Da fällt es tatsächlich schwer, noch von einem „Hobby“ zu sprechen.

Nicht vergessen werden darf hierbei, dass bereits ein großer Teil der allgemeinen Verwaltungsarbeit bzw. der überwiegende Teil der technischen Instandhaltung von hauptamtlichem Personal abgearbeitet wird. „Und dennoch können wir unseren gesetzlichen Auftrag nicht vollumfänglich gewährleisten“ mahnt der Stadtbrandinspektor an. Wie bereits der Bürgermeister Frieder Gebhardt während seinem Grußwort berichtet, gibt auch Frank Stöcker an, dass zur Entlastung der ehrenamtlichen Feuerwehrnagehörigen und zur Gewährleistung der Tagesalarmsicherheit einerseits weitere ehrenamtliche Einsatzkräfte gewonnen werden sollen aber auch zusätzliches hauptberufliches Personal eingestellt werden muss.

Gleichermaßen einig sind sich Bürgermeister und Stadtbrandinspektor darin, dass der technische Stand der Feuerwehr Langen mit der Umsetzung der Maßnahmen des vergangenen Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplans der Stadt Langen an den aktuellen Anforderungen ausgerichtet und adäquat ist.

Besonders erfreulich ist, dass die Feuerwehr Langen in Sachen Nachwuchsarbeit auf engagierte und hoch motivierte Ausbilder*innen und Betreuer*innen zurückblicken kann. Neben der Jugendfeuerwehr, deren 41 Mitglieder seit über zwei Jahren von Daniel Dauta-Brito geleitet werden, ist hier die Kinderfeuerwehr zu nennen, die vergangenes Jahr das zehnjährige Bestehen feiern konnte. Den runden Geburtstag nahmen Stadtbrandinspektor Stöcker und stellvertretender Kreisbrandinspektor Thomas Peters zum Anlass, die Leiterin Katharina Buchold, für ihre zehnjährige Tätigkeit mit der „Kinderfeuerwehrmedaille in Gold“ des Landesfeuerwehrverbandes Hessen zu ehren.

Neben der eindrucksvollen Kinder- und Jugendarbeit investierten die Feuerwehrangehörigen zudem tausende Stunden in die Aus- und Fortbildung, den Dienstsport sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

 

Der Jahresbericht zeigt eines eindrucksvoll auf: die Feuerwehr Langen ist mit ihren Einsatzkräften auch weiterhin eine der am stärksten belasteten Freiwilligen Feuerwehren im Land Hessen. Und dennoch ist sie wegen dem außergewöhnlichen Engagement und der überdurchschnittlichen Motivation der Feuerwehrangehörigen eine moderne und gleichermaßen effektive Einrichtung, die den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Langen in jedweder Gefahrenlage schnell und professionell Hilfe leistet – hier stellt Frank Stöcker aber die berechtigte Frage „wie lange dieser Standard bei der aufgeführten Belastung noch gewährleistet werden kann?“

Hier geht zum Jahresbericht (pdf): Jahresbericht 2020 Feuerwehr Langen

 

Übernahmen, Beförderungen und Ehrungen

Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr 2019

Markus Brähler

Lara Becker

Jonas Maas

Thomas Vielhauer

Nick Naujoks (Januar 2020)

 

Beförderung zum Feuerwehrmann

Marko Borazio

Giuseppe Tannorella

 

Beförderung zur/zum Oberfeuerwehrfrau/-mann

Bobby Clayborn

Kevin Roth

Annekatrin Schmidt

Nicolas Sebastian

Thorsten Sehring

 

Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann

Jonas Eisenhauer

Christian Neuner

Maximilian Schmitt

 

Beförderung zum Löschmeister

Lukas Endner

 

Beförderung zum Oberlöschmeister

Manuel Bienek

Achim Buchold

Thomas Zwipp

und natürlich Sebastian Sehring ;)

 

Übernahmen in die Alters- und Ehrenabteilung

Günther Hufnagel

Mike Pfannemüller

 

Ehrungen

Kinderfeuerwehrmedaille in Gold: Katharina Buchold

10 Jahre aktive Dienstzeit:

Dr. Frank Naujoks

Ivan Sokol

20 Jahre aktive Dienstzeit:

Marcus Bender

Robert Crawford

Silbernes Brandschutzehrenabzeichen:

Stefan Laucht

Goldenes Brandschutzehrenabzeichen:

Wolfgang Lindner

Jörg Steinebach

Ehrungen der Alters- und Ehrenabteilung:

Ehrennadel in Silber:

Harald Brehm

Ehrennadel in Gold:

Manfred Welsch

Hans-Jürgen Walther

Bild Einsatzabteilung – Beförderungen: v.l.n.r. Giuseppe Tannorella, stellv. SBI Christian Buchold, Thorsten Sehring, Bobby Clayborn, Christian Neuner, Sebastian Sehring, Lukas Endner, Max Schmitt, Annekatrin Schmidt, Nicolas Sebastian, Thomas Zwipp, Marko Borazio, Achim Buchold, Jonas Maas, Markus Brähler, Nick Naujoks, SBI Frank Stöcker, Lara Becker.

Bild Geehrte: v.l.nr. Dr. Frank Naujoks, Jörg Steinebach, Marcus Bender, Ivan Sokol, Stefan Laucht, Wolfgang Lindner, Manfred Welsch

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