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Jahreshauptversammlung 2018 und Wahlen

Am Freitag, den 26. Januar, fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Langen statt. Neben den üblichen Berichterstattungen des Stadtbrandinspektors sowie der verantwortlichen Leiter der Nachwuchsabteilungen standen in diesem Jahr wichtige Wahlen auf der Tagesordnung.

Berichterstattungen

Das Jahr 2017 war ein abwechslungsreiches aber dennoch durchschnittliches Einsatzjahr für die Langener Feuerwehr. 547 Einsätze galt es zu bewältigen, darunter 92 Brandeinsätze, 349 Hilfeleistungen und 106 Fehlalarme.

Neben dem üblichen Tagesgeschäft stachen 2017 einige Einsatzlagen heraus. So mussten die Einsatzkräfte bei mehreren Wohnungs- und Gebäudebrände zügig eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern. Der schnelle und professionelle Einsatz der Feuerwehr Langen führte dazu, dass bei den Brandeinsätzen ausschließlich verletzte Personen und keine Todesopfer zu beklagen waren. Beispielsweise retteten Atemschutztrupps gleich im Januar drei bewusstlose Personen aus einem Obergeschoss eines brennenden Hauses in der Friedrichstraße. Im Oktober rettete die Feuerwehr eine bewusstlose Person aus einer brennenden Wohnung in der Zimmerstraße. Die Feuerwehr stand im Berichtsjahr zudem Keller-, Zimmer-, Wohnungs- und Dachstuhlbränden gegenüber. Während den Brandeinsätzen retteten die Einsatzkräfte insgesamt 33 Personen, 21 von ihnen waren verletzt. Zudem verletzten sich sieben Feuerwehrangehörige während diesen Einsätzen leicht. Nicht selten waren mehrere Löschzüge, auch interkommunale Einheiten, für die Bewältigung der Einsatzlagen erforderlich.

Auf der Seite der Technischen Hilfeleistungen wurden ebenfalls verschiedenste Notfälle abgearbeitet; von der Tierrettung bis zum schweren Verkehrsunfall. Beispielsweise mussten neben 126 Einsätzen zur Menschenrettung, wie Notfalltüröffnungen oder Menschenrettungen mit einem Hubrettungsfahrzeug, alleine 41 Verkehrsunfälle abgearbeitet werden. Bei Hilfeleistungen rettete die Feuerwehr 116 Personen, 130 wurden verletzt und für 4 Personen kam leider jede Hilfe zu spät.

Auch wenn Langen im Berichtsjahr von Unwetterereignissen weitgehend verschont blieb, ist die Feuerwehr auf dieses Einsatzspektrum vorbereitet. „Wer die Medien verfolgt weiß, dass Sturm- und Starkregenereignisse zunehmen werden“ betonte Stadtbrandinspektor Frank Stöcker. Auch andere Flächenlagen, wie Waldbrände oder Stromausfälle, sind in Zukunft Lagen, auf die sich die Feuerwehr Langen einrichtet. Stromausfälle, die einen größeren Bereich betrafen, galt es bereits im vergangenen Jahr zu bewältigen.

Die Anzahl der Fehlalarme ist im Vergleich zum Vorjahr um 25% zurückgegangen. Die meisten Fehlalarme wurden von Brandmeldeanlagen und privaten Heimrauchmeldern verursacht. Zu betonen ist, dass trotz der Fehlalarme Brandmeldeanlagen aber insbesondere die privaten Rauchmelder immer wieder durch den frühzeitigen Alarm Brandereignisse schnell erkennen und ein frühzeitiges Eingreifen der Feuerwehr ermöglichen.

Der Erreichungsgrad der gesetzlich festgeschriebenen Hilfsfrist (10 Minuten von Alarm bis Eintreffen an der Einsatzstelle und Einleiten wirksamer Hilfe) lag im Berichtsjahr bei 94,74% und somit erstmals unter dem im Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan festgelegten Ziel von 95%.  Gründe hierfür sind u.a. das steigende Verkehrsaufkommen in der Stadt und die Tatsache, dass immer mehr ehrenamtliche Einsatzkräfte, insbesondere zu den Arbeitszeiten, außerhalb der Stadt tätig sind oder ihren Arbeitspatz in Langen nicht verlassen können.

Stöcker betonte, dass hier neben dem Ausbau der ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch und insbesondere weiteres hauptberufliches Personal benötigt wird, um die Ausrückzeiten zu verkürzen und die nicht verfügbaren ehrenamtlichen Kräfte zu kompensieren. Zusätzliches „Kopfzerbrechen“ bereiten Stöcker die geplanten Baumaßnahmen an der Rhein-Neckar-Brücke, welche die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Feuerwehr Langen darstellt. Insbesondere hier müsse gewährleistet werden, dass die Ausrückzeiten verringert werden, um die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist in die westlichen Stadtbereiche einhalten zu können.

Neben den 547 Einsätzen wurden 108 Brandsicherheitswachen, beispielweise während Theaterveranstaltungen, und sieben Bereitschaftswachen (Straßenfest, etc.) durchgeführt.

Personell kann die Feuerwehr Langen aktuell auf 113 aktive Einsatzkräfte zurückgreifen. Im Berichtsjahr konnten vier junge Kameraden aus der Jugendfeuerwehr übernommen werden. Zudem fanden vier Feuerwehrangehörige aus anderen Feuerwehren, die nun nach Langen gezogen sind, den Weg in die Reihen der Einsatzabteilung. Weiterhin wurden zwei Seiteneinsteiger aufgenommen.

Während den vergangenen 12 Monaten wuchsen die Gebäude des Bauabschnittes „Erweiterung Feuerwache“. Neben dem baulichen Fortschritt konnten auch der Fahrzeugpark und die Ausrüstung entsprechend dem Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan der Stadt Langen weiterentwickelt werden. Neben der Beschaffung eines dringend benötigten Lastkraftwagens, welcher für Logistikaufgaben benötigt wird, konnte das 27 Jahre alte Kleinlöschfahrzeug durch ein Staffellöschfahrzeug ersatzbeschafft werden. Weiterhin wurden die übrigen Fahrzeuge, welche noch mehrere Jahre im Dienst verbleiben, modernisiert. Aufgrund der Laufzeit von meist 25 Jahren und der hohen Belastung von Fahrzeugen und Gerät ist es wichtig, insbesondere sicherheitsrelevante Systeme kontinuierlich anzupassen, um diese auch in den nächsten Jahren adäquat einsetzen zu können.

Neben der (Ersatz-)Beschaffung diverser Einsatzgeräte wurde auch in die Schutzkleidung der Einsatzkräfte investiert.  „Die Einsatzkleidung schützt uns vor Einflüssen, die bei den teils gefährlichen Einsätzen auf uns einwirken. Der Schutz unserer Einsatzkräfte hat höchste Priorität“ betonte Frank Stöcker.

Neben dem Einsatzdienst investierten die Feuerwehrangehörigen 7819 Stunden in die Aus- und Fortbildung sowie 1538 Stunden in den gemeinsamen Dienstsport. Ferner wurden auch externe Feuerwehren, beispielswiese die Berufsfeuerwehr Luxemburg, durch die Langener Feuerwehr ausgebildet.

Weiterhin wurden 376 Kinder und Schüler im Bereich der Brandschutzerziehung und 40 Bedienstete aus Langener Unternehmen als Brandschutzhelfer geschult.

Der zeitliche Gesamtaufwand von Einsätzen, Ausbildung, Dienstsport, Brandsicherheitsdiensten, Öffentlichkeitsarbeit, Fahrzeug- und Gerätewartung sowie Verwaltung liegt bei 30.386 Stunden. Stöcker betonte, dass die Belastungen für die Einsatzkräfte sehr hoch sind.

Aus den Nachwuchsabteilungen gab es durchweg positives zu berichten. Neben der Kinderfeuerwehr, die 18 Mitglieder hat zählt die Jugendfeuerwehr Langen aktuell 46 Mitglieder, dem höchsten Stan in der Geschichte der Feuerwehr Langen. Jugendwart Christian Buchold hob die „hervorragende“ Unterrichtsbeteiligung der Jugendlichen von rund 80% hervor. „Wir haben also nicht nur viele Mitglieder, sie beteiligen sich auch überdurchschnittlich hoch an den Ausbildungsveranstaltungen“ so der Jugendwart.

Mit dem Jahr 2017 endet die zehnjährige Amtszeit von Christian Buchold als Jugendwart. Er freue sich „nach zehn Jahren als verantwortlicher Jugendwart die Jugendfeuerwehr Langen in die Hände der nächsten Generation weiter zu geben.“ Als Nachfolger wird Daniel Dauta-Brito das Amt des Jugendwartes für die nächsten fünf Jahre übernehmen.

Für die um die Förderung der Jugendarbeit erworbenen Verdienste wurde Christian Buchold noch am Abend mit der „Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber“ ausgezeichnet.

Der zeitliche Gesamtaufwand der Jugendfeuerwehr lag im Berichtsjahr bei 7686,5 Stunden.

Wahlen

Als wichtiger Tagesordnungspunkt standen die Wahlen des Stadtbrandinspektors, des stellvertretenden Stadtbrandinspektors und der Mitglieder des Feuerwehrausschusses an. Alle Ämter werden für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.

Für die Wahlen von Stadtbrandinspektor und Stellvertreter stand jeweils nur ein Kandidat zur Verfügung. Als Stadtbrandinspektor wurde Frank Stöcker in seinem Amt bestätigt. Er tritt damit die dritte Amtszeit in Folge an.

Zum stellvertretenden Stadtbrandinspektor wurde Christian Buchold gewählt. Er löst Michael Scholl ab, der nach seiner zehnjährigen Amtszeit nicht mehr kandidierte.

In den Feuerwehrausschuss wurden Dr. Frank Naujoks, Patrick Fischer, Matthias Graf, Robert Crawford, Michael Speer, Erik Goransch und Eike Heil gewählt. Als Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung wurde Dieter Herth gewählt.

Beförderungen

Marlon Winterhoff              > Feuerwehrmann (Übernahme aus der Jugendfeuerwehr)

Nils Gottfried                    > Feuerwehrmann (Übernahme aus der Jugendfeuerwehr)

Ferdinand Schenko            > Feuerwehrmann (Übernahme aus der Jugendfeuerwehr)

Fabian Moeller                   > Feuerwehrmann (Übernahme aus der Jugendfeuerwehr)

Vlade Pasic                       > Feuerwehrmann

Jonas Eisenhauer             > Feuerwehrmann

 

Kathrin Franzke                > Oberfeuerwehrfrau

Sinan Güder                     > Oberfeuerwehrmann

Moritz Gutberlet                > Oberfeuerwehrmann

Rene Henßel                     > Oberfeuerwehrmann

Malte Pieper                     > Oberfeuerwehrmann

Sidney Skopnik-Pahn > Oberfeuerwehrmann

Lukas Endner                    > Oberfeuerwehrmann

 

Florian Siedler                   > Hauptfeuerwehrmann

Marco Wagner                  > Hauptfeuerwehrmann     

Benjamin Bussmann           > Hauptfeuerwehrmann

 

Daniel Dauta Brito              > Löschmeister

Sebastian Sehring              > Löschmeister

 

Fabian Beissert                 > Oberlöschmeister

Patrick Fischer                  > Oberlöschmeister

 

Matthias Graf                    > Brandmeister

 

Ehrungen für die Feuerwehrzugehörigkeit

Michael Habeck                 > 25 jährige Feuerwehrzugehörigkeit

Michael Laufer                  > 25 jährige Feuerwehrzugehörigkeit

Peter Kraus                      > 25 jährige Feuerwehrzugehörigkeit

Robert Crawford               > 25 jährige Feuerwehrzugehörigkeit

 

Holger Herth                     > 40 jährige Feuerwehrzugehörigkeit

 

Günter Hufnagel                > 50 jährige Feuerwehrzugehörigkeit

Helmut Herth                    > 50 jährige Feuerwehrzugehörigkeit

 

Ehrungen für aktive Dienstzeit

Fabian Beissert                 > 10 Jahre aktive Dienstzeit

Eike Heil                           > 10 Jahre aktive Dienstzeit

Sebastian Thierfelder         > 10 Jahre aktive Dienstzeit

 

Normaen Metzger              > 30 Jahre aktive Dienstzeit

 

Michael Graf                     > 40 Jahre aktive Dienstzeit

 

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