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Feuerwehr Langen bildet Einsatzkräfte aus Luxemburg aus

Das Konzept der Atemschutz-Notfall-Trainierten-Staffel, kurz ANTS, der Feuerwehr Langen ist nicht erst seit der Auszeichnung mit dem Hessischen Feuerwehrpreis bekannt. Insbesondere die Fachwelt zeigt seit der Installation vor mehr als zwei Jahren reges Interesse an der Organisation, Taktik und Technik der Sondereinheit.

In der ersten Dezemberwoche wurden nun neun Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Luxemburg (Stadt) durch Langener Ausbilder in dem Tätigkeitsfeld einer Atemschutznotfallstaffel ausgebildet und trainiert. Der Fokus der Ausbildung lag natürlich auf der Rettung verunfallter Atemschutzgeräteträger aus ausgedehnten und komplexen Gebäuden. Für diesen besonderen Fall wird sich auch die Luxemburger Feuerwehr in Zukunft aufstellen.

Die neun Kollegen, die neben dem Einsatzdienst in Luxemburg u.a. ebenfalls als Ausbilder tätig sind, wurden dem Lehrplan der Langener Sondereinheit entsprechend in die Einsatzorganisation, die besondere Taktik und das technische Gerät der ANTS unterwiesen. Ein wichtiger Bestandteil waren die Einsatzsimulationen in entsprechenden Gebäudebereichen. Hierfür trainierten die Teilnehmer u.a. in den komplexen Untergeschossen des Paul-Ehrlich-Institutes und dem weitläufigen Tunnelsystem der Kläranlage Langen.

Für realistische Übungsbedingungen wurden unterschiedlichste Situationen mit entsprechenden Hilfsmitteln simuliert. So wurden die Teilnehmer immer bei „Nullsicht“ und unter stressfördernden Einflüssen tätig. In den Simulationen mussten sie den Verunfallten jeweils versorgen und lageabhängig die richtige Rettungsart anwenden. Neben der schnellen Rettung bewusstloser Atemschutzgeräteträger mussten die Teilnehmer somit auch schwer verletzte Kameraden, die beispielsweise durch einen Schacht abgestürzt waren, schonend retten. Das alles über lange Anmarschwege, wie es bei Bränden in ausgedehnten Gebäuden realistisch ist. Die Einsatzsimulationen sind dabei mehr als kräftezehrend, denn schwere Feuerschutzkleidung, Atemschutzgeräte, lange Anmarsch- und Rettungswege sowie die Tatsache, dass jeweils „ausgewachsene“ Feuerwehrmänner aus exponierten Bereichen gerettet werden, ermatten selbst gut trainierte Einsatzkräfte.

„Die Luxemburger Brandschützer haben die Einsatzsimulationen durch ihre hohe Fachkenntnis, einer enormen Teamfähigkeit sowie aufgrund ihrer Einsatzerfahrung sehr professionell und zielgerichtet abgearbeitet. Eine Woche, in der beide Seiten viel voneinander lernen durften“ resümiert Christian Buchold, Leiter der Langener Sondereinheit ANTS.

Nach der erfolgreichen „Grundausbildung Atemschutznotfallstaffel“ werden die Luxemburger nun als „Multiplikatoren“ zurückkehren, um das System einer solchen Sondereinheit in ihrer Heimat zu etablieren.

Insgesamt investierten sieben Langener ANTS-Ausbilder mehr als 300 Stunden für die Ausbildung der Luxemburger. Das Engagement der Ausbilder würdigten Bürgermeister Frieder Gebhardt und Stadtbrandinspektor Frank Stöcker, die sich während dem Training persönlich von der guten Zusammenarbeit überzeugten. Dass das Konzept der Feuerwehr Langen auch international Anerkennung findet, freut die Verantwortlichen selbstredend. Ein weiterer Austausch der Feuerwehren Luxemburg und Langen wurde von beiden Seiten klar bekundet.

M. Strohfeldt
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
ANTS Langen und Luxemburg
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