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Jahreshauptversammlung 2017

Mit der diesjährigen Jahreshauptversammlung zog Stadtbrandinspektor Frank Stöcker mit dem Jahresbericht Bilanz. Dass das Berichtsjahr 2016 arbeitsintensiv war zeigen vor allem wieder die Einsatzzahlen. Insgesamt rückten die Langener Brandschützer zu 594 Einsatzstellen aus. Dafür investierten die Einsatzkräfte 5.451 Stunden. Die Einsatzlagen waren abwechslungsreich; von der klassischen Katze auf dem Dach, über Verkehrsunfälle bis zum Großbrand.

Dass die Arbeit der Feuerwehrangehörigen nicht immer ungefährlich ist, zeigte ein Gebäudebrand im Januar, während dessen Verlauf sich ein Atemschutztrupp aus dem ersten Obergeschoss retten musste, da es zu einer gefährlichen Rauchgasreaktion kam. Der Trupp blieb dank der sehr guten Schutzausrüstung und Ausbildung sowie aufgrund im Vorfeld getroffener Sicherheitsvorkehrungen unverletzt.

Neben einigen Keller- und Gartenhüttenbränden sowie den Brandeinsätzen in den Langener Wohnhochhäusern rückten die Einsatzkräfte mehrmals zu ausgelösten Heimrauchmeldern aus, die von Nachbarn gemeldet wurden. Oft konnte die Feuerwehr durch die schnelle Meldung frühzeitig tätig werden und hohe Sachschäden wurden vermieden.

Gesamt wurden bei den Brandeinsätzen 77 Personen gerettet, 27 von ihnen verletzt.

Auch die technischen Hilfeleistungen forderten das ganze Knowhow der Langener Feuerwehr. Bei Verkehrsunfällen, Türöffnungen, Gefahrgutunfällen und sonstigen Hilfeleistungen rettete die Feuerwehr 63 Personen aus Notlagen. Während einem Glatteiseinsatz auf der Bundesautobahn 661 im November schleuderten weitere Fahrzeuge in die bereits gesicherte Einsatzstelle. Ein Fahrzeug verfehlte einen Feuerwehrangehörigen nur knapp, ein zweiter PKW kollidierte mit dem Einsatzleitwagen. Hierbei wurden zwei Einsatzkräfte leicht verletzt. „Gewiss ein Einsatz, der einem in Erinnerung bleibt“, wie Stöcker ergänzt.

Im Personalbereich ist die Feuerwehr Langen mit 111 aktiven Feuerwehrangehörigen zwar im allgemeinen gut aufgestellt, die Tagesalarmsicherheit ist jedoch noch immer angespannt. „Die meisten unserer aktiven Mitglieder arbeiten außerhalb“ berichtet Stöcker.

Bei der Jugendfeuerwehr hat man einen Personalbestand von 40 Mitgliedern aufgebaut. Damit hat ist die Nachwuchsabteilung so gut aufgestellt wie noch nie. Das „kompetenzbezogene Ausbildungskonzept“ kommt bei den Nachwuchsbrandschützern gut an und die Verantwortlich wissen, dass sie hoch motivierte und gut vorgebildete Jugendliche in die Einsatzabteilung übergeben bekommen.

Das 50-jährige Bestehen hob Jugendwart Christian Buchold besonders hervor. Insbesondere dankte er allen Beteiligten für die überaus gelungene Jubiläumsfeier im vergangenen Juni, die von rund 400 Gästen begleitet wurde.

Auch die Kinderfeuerwehr kann mit 19 Mitgliedern einen historischen Personalstand vermelden. Die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr ist überaus erfolgreich. Neben dem jungen Nachwuchs konnten auch acht Seiteneinsteiger, also Bürger, die als Erwachsene bei der Feuerwehr eintreten, gewonnen werden.

Im Berichtjahr beschaffte die Stadt Langen ein Kleinalarmfahrzeug, welches insbesondere zu Technischen Hilfeleistungen kleineren Umfangs ausrückt. Ende 2016 konnte zudem ein Staffellöschfahrzeug als Ersatz für das mittlerweile 26 Jahre alte Kleinlöschfahrzeug bestellt werden. Diese Beschaffungen wurden in dem Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan der Stadt Langen im Jahr 2015 festgeschrieben, durch die Stadtverordnetenversammlung bestätigt und entsprechend dem enthaltenen Zeitplan umgesetzt. Hierzu zählen auch Ersatz- und Neubeschaffungen im Bereich der Ausrüstung, wie beispielsweise Messgeräte, Hochleistungslüfter oder eine Brandsimulationsanlage.

Dem Förderverein „Freiwillige Feuerwehr 1879 Langen e.V.“ dankte Frank Stöcker für die Unterstützung im vergangen Jahr. Der Förderverein beschatte einen PKW-Anhänger, der u.a. für den Transport der Brandsimulationsanlage genutzt werden kann, und ein Messgerät, welches den Kohlenmonoxid-Gehalt in dem Blut von Einsatzkräften nichtinvasiv messen kann.

In den Bereich der Ausbildung wurde ebenfalls viel Zeit investiert. 6.002 Stunden wurden für die interne, 1.812 Stunden für die externe Ausbildung aufgebracht.

Hierunter fallen auch gemeinsame Ausbildungsveranstaltungen mit anderen Kommunen. Die interkommunale Zusammenarbeit ist ohnehin ein wichtiges Thema, da sich die Feuerwehren untereinander immer häufiger Hilfe leisten; insbesondere während der typischen Arbeitszeiten.

Zu den Einsätzen, der Ausbildung und den Tätigkeiten des hauptberuflichen Personals addieren sich 106 Brandsicherheitsdienste, hauptsächlich in der Stadthalle, und sieben Bereitschaftswachen.

Die Gesamtleistung im Jahr 2016 liegt bei 29.818 Stunden.

Stadtbrandinspektor Frank Stöcker resümiert, dass die Weichen für die Zukunft der Feuerwehr Langen durch den Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan gestellt seien. „Dank der zügigen Umsetzung beim Anbau der Feuerwache und der Ersatzbeschaffung der Einsatzfahrzeuge sind wir technisch gut aufgestellt und können den Brandschutz für knapp 40.000 Einwohner sicherstellen“ fasst Stöcker die gegenwärtige Vorhaltung zusammen. Der größte Dank zuletzt gilt seinen Kameradinnen und Kameraden.

Neben dem Jahresbericht wurden zudem Beförderungen und Ehrungen durchgeführt.

Aus der Jugendfeuerwehr wurde übernommen

Kevin Roth

Zu den Beförderten zählen

Zum Feuerwehrmann

  • Daniel Kaiser

Zum Oberfeuerwehrmann

  • Maximilian Schmitt

  • Erik Porada

  • Christian Neuner

  • Alexander Cameron

  • Benjamin Bussmann

Zum Hauptfeuerwehrmann

  • Daniel Dauta-Brito

  • Nils Pieper

  • Lukas Mader

Zum Löschmeister

  • Daniel Konhäuser

  • Sebastian Thierfelder

  • Manuel Bienek

  • Eike Heil

Zum Hauptlöschmeister

  • Robert Crawford

  • Matthias Graf

In die Alters- und Ehrenabteilung wurden übernommen

  • Monika Trautmann

  • Julia Stein

Zu den Geehrten zählen

Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung

Sonja Emrich

Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung

Normaen Metzger

Trotz guter personeller Aufstellung sind die Abteilungen der Feuerwehr Langen jederzeit offen für neue Mitglieder. Alle Informationen für interessierte Bürger, Jugendliche und Kinder findet man unter www.feuerwehr-langen.de

Den Jahresbericht 2016 finden Sie, wie weitere Jahresberichte abgelaufener Berichtsjahre, unter: http://feuerwehr-langen.de/jahresberichte