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Sechster „Atemschutzgeräteträgerlehrgang 2“ im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit

Der Austritt eines flüssigen Gefahrstoffs aus einer Produktionsleitung, ein havariertes Tankfahrzeug und ein Briefumschlag mit einer unbekannten festen Substanz in einem Linienbus; nur einige Beispiele abwechslungsreicher Ausbildungsszenarien, die die 21 Lehrgangsteilnehmer des „Atemschutzgeräteträgerlehrgang 2“ vom 24. bis 26. November durchlaufen mussten.

Während diesem Lehrgang erlangten die Teilnehmer die Befähigung Chemikalienschutzanzüge, kurz CSA, zu tragen. Die flüssigkeits- und gasdichten Chemikalienschutzanzüge gelten als Sonderausrüstung, die von Feuerwehren vorgehalten wird, in deren Einsatzgebiet es zu entsprechenden Gefahrenszenarien kommen kann. Besteht das Risiko, dass die konventionelle Schutzkleidung die Einsatzkräfte vor den Gefahrstoffen nicht vollumfänglich schützen kann, müssen diese Chemikalienschutzanzüge eingesetzt werden.

Unter der Leitung von Marius Seeger (Feuerwehr Neu-Isenburg) und Christian Buchold (Feuerwehr Langen) veranstalteten die Feuerwehren Dreieich, Langen und Neu-Isenburg den Lehrgang, der nach den Vorgaben der Hessischen Landesfeuerwehrschule durchgeführt werden muss, bereits zum sechsten Mal. Mit der erstmaligen Teilnahme der Feuerwehr Egelsbach wurde die Kooperation zusätzlich gekräftigt.

Neben dem grundlegenden Wissen um die Beschaffenheit der Chemikalienschutzanzüge sowie den Einsatzgrundsätzen in entsprechenden Einsatzlagen wurde während mehreren Praxisphasen vor allem der Umgang mit und in den Schutzanzügen trainiert. Bereits die Handgriffe beim Anlegen des schweren Mehrschichtanzugs, in dem der Feuerwehrangehörige nur durch ein Atemschutzgerät mit Atemluft versorgt wird, müssen sorgfältig und in der richtigen Reihenfolge durchgeführt werden. In den anschließenden Übungslagen mussten u.a. Erkundungsmaßnahmen durchgeführt, Leckagen abgedichtet und typische Einsatzmaßnahmen durchgeführt werden. Nach der Dekontamination wurde den Teilnehmern aus ihren Chemikalienschutzanzügen geholfen.

Mit dem schriftlichen wie auch praktischen Leistungsnachweis am Samstag beendeten die 21 Teilnehmer den Lehrgang erfolgreich. Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Thomas Peters, der die Abnahme begleitete, würdigte das ehrenamtliche Engagement der jungen Frauen und Männer und freute sich über das gute Abschneiden der Teilnehmer.

Die interkommunale Zusammenarbeit in diesem Bereich ist von enormer Wichtigkeit, da sich die vier Feuerwehren während Gefahrguteinsätzen jeweils mit speziellem Equipment sowie Personal ergänzen. Insgesamt wirkten 13 Ausbilder an der zielgerichteten Durchführung des Lehrgangs mit.

cb FW Langen 11.2016

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